ISBN: 978-3-936412-03-1
Format: DIN A5, Fest-Eiband (Harcover)
368 Seiten,227 Fotos, 303 Zeichnungen, Text deutsch
Das neue Buch von Dr. Bernhard Seifert ist der von Wissenschaftlern, Studenten, Naturschutzfachleuten und Hobby-Myrmekologen lange erwartete Nachfolger des Buches ýAmeisen beobachten - bestimmený von 1996. Es ist nicht nur in Gestaltung und Format ein eigenständiges neues Buch. Es ist auch inhaltlich komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand der Ameisenforschung für das Bearbeitungsgebiet gebracht.
Der allgemeine Teil enthält eine Einführung in die Grundlagen der Myrmekologie. Angaben zu Gefährdungsgraden, Vorkommensgebieten und eine Übersicht wichtiger ökologischer Kennwerte deutscher Ameisenarten machen das Buch vornehmlich für die ökologische Forschung, für die Landschaftsplanung und praktische Naturschutzarbeit interessant.
Insbesondere im speziellen Teil wurden umfangreiche Überarbeitungen vorgenommen. Auf Grund zahlreicher taxonomischer Änderungen seit 1996 wurde der Bestimmungsschlüssel unter Einbeziehung weiterer und neuer Arten sowie der geographischen Regionen Nord- und Nordwesteuropa vollständig überarbeitet und aktualisiert. Darüber hinaus wurden zahlreiche zusätzliche Arten, zum Teil auch aus dem südlichen Mitteleuropa, neu aufgenommen - die erwarteten klimatischen Veränderungen werden auch in der Ameisenfauna neue Verbreitungstendenzen eröffnen.
Durch detaillierte Beschreibungen von 121 Ameisenarten kombiniert mit einzigartigen Fotos erhielt der spezielle Teil eine besondere Aufwertung. Arten, die in dem früheren Buch nicht oder nur im Schlüssel zu finden waren, stellt der Autor mit Angaben zu Verbreitung, Habitat, Nestanlage, Kolonietypen, Ernährung, Fortpflanzung und Koloniegründung nun wesentlich ausführlicher dar. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis von 449 Zitaten hilft dem interessierten Leser zusätzlich bei der Suche nach weiterem Spezialwissen.
Der Autor ist Kurator für Entomologie am Staatlichen Naturkundemuseum Görlitz und betreibt seit 1979 intensive Ameisenforschung. Er ist ausgewiesen durch zahlreiche Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften, durch taxonomische Revisionen und Erstbeschreibungen von Arten aus der Paläarktis und den Tropen.